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31. Oktober 2016

 

Es waren keine erfreulichen Worte, die nach dem Heimspiel gegen Göttingen von Krofdorf-Gleibergs Trainer Uwe Scheidemann kamen. Mit 60:92 (28:51) wurden seine Knights zuvor gegen die BG 74 Veilchen Ladies in der 2. Damen-Bundesliga (Nord) abgefertigt.

Die Partie war bis zur achten Minute relativ ausgeglichen, in den letzten 70 Sekunde des ersten Viertels punkteten die Gäste aus Südniedersachsen dann gleich mehrfach – ohne echte Gegenwehr der Knights. Auch in den ersten anderthalb Minuten des zweiten Abschnitts sahen die Gastgeberinnen nicht gut aus, in der 13. Minute stand es 17:34. „Wir haben wirklich schwach gespielt, und obwohl der Defensivdruck der Göttingerinnen nicht hoch war, haben wir in der Offensive viele Fehler gemacht“, beklagte Scheidemann. Die Körpersprache der Knights war eindeutig, von Kampfgeist und Konzentration war nicht viel zu sehen. Auch die Wurfquoten der ersten Halbzeit sprechen für sich: Göttingen traf aus dem Feld 55, Krofdorf 23 Prozent. Die Gäste führten zur Pause deutlich und konnten beinahe machen, was sie wollten.

Die Knights wurden dagegen immer wieder zu Einzelaktionen aus ungünstigen Positionen gezwungen, woraufhin die Rebounds reihenweise von Göttingen geholt wurden. In der 24. Minute stand es 39:56, nach 30 gespielten Minuten hatten die Gäste ihren Vorsprung auf 72:47 ausgebaut. Die für die verletzte Chelsea Small eingesetzte Ance Celmina sorgte zwar für die dringend benötigte Unterstützung und war zugleich mit 14 Punkten Topscorerin der Knights, konnte unter dem Korb die Erfahrung Smalls aber nicht ausgleichen.

„Das Problem ist eindeutig, dass wir viele Verletzte haben, nicht kontinuierlich trainieren und daher keine Automatismen aufbauen können. Wenn wir gute Aktionen kreieren, dann haben wir nicht das Selbstvertrauen, die Punkte auch zu machen.“ Dass die Knights ihre Spiele eher aus der Distanz gewinnen als unter den Körben, zeigte sich bereits in den letzten Spielen. Kommt dann noch Unkonzentriertheit dazu, stimmt etwas an der Einstellung nicht. „Wir wissen, dass wir an unserer Körpersprache arbeiten müssen. Wir haben nicht gefighted und ab der 13. Minute nur noch mitgespielt, ohne wirklich etwas gegen das Spiel der Göttinger zu machen. Vier unkonzentrierte Minuten haben uns derart aus der Bahn geworfen. Das darf nicht nochmal passieren“, kritisiert Scheidemann. Am Ende gewinnen die BG 74 Veilchen Ladies aus Göttingen hochverdient mit 92:60, gleich vier Spielerinnen markierten mehr als 18 Punkte.

Krofdorf Knights: Celmina 14/2, Bratcher 10/1, Hof 9/1, Gaudermann 8, C. Ishaque 6, J. Ishaque 5/1, Karlsone 4, Quapil 2, Rinderknecht 2.

Quelle: Giessener Anzeiger (chg)

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