CHANCENLOSE KNIGHTS VON TIGERS VERSPEIST

16. Januar 2017

TG Neuss Tigers - Krofdorf Knights 85:59 (46:26)

Ohne 3 Leistungsträgerinnen (Waller, Storck, Spießbach) gelang den zuletzt leicht schwächelnden Tigers ein beeindruckender Auftritt gegen zugegebenermaßen extrem indisponierte Krofdorf Knights, die sich bei ihrem schwachen Auftritt in keiner Phase als Team präsentierten und eine auch in dieser Höhe verdiente Klatsche einstecken mussten.

Mit nur 7 Spielerinnen angereist - Katharine Quapil musste aufgrund einer fiebrigen Erkältung das Bett hüten - rechneten sich die Krofdorferinnen doch mehr als eine kleine Siegchance aus. Die wurde allerdings bereits in den ersten Minuten durch Unkonzentriertheiten in der Defense zunichte gemacht.
Die Krofdorfer 2-3 Zone agierte viel zu behäbig und ohne Kommunikation, so dass sich die Neusserinnen problemlos aussuchen konnten, wer von Ihnen denn jetzt mal an der Reihe sei, einen freien Wurf - zumeist jenseits der 6,75m Linie - zu verwandeln. Franziska Worthmann war diejenige, die sich am häufigsten dafür meldete und die Knights taten ihr dann auch den Gefallen, sie zumeist völlig ungehindert ihr Tagwerk verrichten zu lassen. So waren die Knights nach dem vierten Dreier der Gastgeberinnen in Minute 6 (16:7) bereits deutlich ins Hintertreffen geraten. Chelsea Small und Alise Karlsone konnten auf 5 Zähler verkürzen, aber in den letzten 2:30 des ersten Viertels ließ man die TG Neuss dann wieder sträflich frei schalten und walten, so dass diese sich gegen die mittlerweile auf MMV umgestellten Knights bis auf 26:14 davonziehen konnten.

Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild. Die Knights hatten extreme Schwierigkeiten in ihr Spiel zu kommen, weil sich vor allem die Flügelspielerinnen viel zu selten frei machen konnten und keine Anspielstationen für Knights-Pointguard Susi Seel da waren. Das verzögerte das Offensivspiel und brachte die Knights immer wieder in Zeitnot und überhastete Aktionen. Bereits nach 15 Minuten war beim Stand von 39:19 die 20-Punkte Differenz erreicht. Mit dem gleichen Abstand gingen beide Teams dann auch in die Halbzeit.

Nach deutlichen Worten in der Kabine kamen die Krofdorferinnen offensiv besser zur Geltung, weil sie nun endlich anfingen, die richtigen Konsequenzen aus der Defense der Neusserinnen zu ziehen. Ein um`s andere mal wurde nun flüssiger kombiniert und so kamen die Zuschauer endlich auch ein paar sehenswerte Offensivaktionen der Gäste zu sehen. Trotzdem gelang keine Resultatsverbesserungen (65:43, 29.), weil die Defense weiterhin im Tiefschlaf war und die Gastgeberinnen ungehindert das kleine Basketball Einmaleins zelebrieren konnten, ohne so wirklich gestört zu werden.

Doch plötzlich 9 Knights-Punkte in Serie, gepaart mit dem 4. Foul von Neuss Playmakerin Taylor und für einen kurzen Moment schienen die souveränen Gastgeberinnen zu wackeln. Die Knights mit zwei Chancen, weiter zu verkürzen doch 2 Ballverluste und Stellungsfehler in der Defense machten alles wieder zunichte. Jana Heinrich machte mit 6 Punkten in Folge den Deckel auf die Partie und beruhigte in Minute 34 (71:55) Team und Zuschauer.
Wer nun gehofft hatte, dass die Knights das Spiel ordentlich zu Ende bringen würden sah sich in den letzten 5 Minuten eines besseren belehrt, denn jetzt brachen auch die letzten Dämme und Neuss konnte in den letzten Minuten noch 14:4 Punkte erzielen und die Knights somit bitter für eine Leistung bestrafen, die so nicht noch einmal vorkommen sollte.

Einzig die Leistung von Susanne Seel (8 Punkte, 2/3 Dreier), die erstmals die Hauptverantwortung im Aufbauspiel der Knights trug und die gegen viel Druck der Neusser Defense 32 Minuten lang auch sehr engagiert agierte ließ dem Spiel etwas positives abgewinnen. Nicht die Niederlage an sich ist das Problem sondern wie sie zustande kam. Aber zum Glück gibt es ja bereits in der nächsten Woche im Heimspiel gegen das Wolfpack aus Wolfenbüttel die Chance, eine andere Leistung zu zeigen.

Krofdorf Knights: Alise Karlsone (17, 9 Rebounds), Julia Ishaque, Roos Hof (13), Erin Bratcher (11), Chelsea Small (9, 9 Rebounds), Susanne Seel (8) und Tumika Rinderknecht (1).

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