NACH 35 MINUTEN WAR DER SPRIT ALLE

26.02.2017

Krofdorf Knights - Osnabrücker TB 63:71 (32:28)

Kurzfristiger Ausfall von Roos Hof konnte nicht mehr kompensiert werden. Akku bei den Knights ist leer.

Sie sind gerannt, gesprungen, haben gekämpft, sind verlorenen Bällen hinterher gehechtet aber am Ende standen die Knights mit leeren Händen da.

Der Kräfteverschleiß der letzten Monate mit immer neuen personellen Hiobsbotschaften hat die Krofdorf Knights im Spiel gegen die Osnabrück Titans letztendlich zu Fall gebracht. Ali Karlsones Drei-Punkt-Spiel gefolgt von Chelsea Smalls 2er nach Offensivrebound zur eigenen 60:57 Führung war der letzte Kraftakt in einer von Beginn an schwierigen Partie.

Am Freitag hatte sich Roos Hof eine Knöchelverletzung zugezogen und sie zum Zuschauen verdammt. Die sowieso schon extrem unterbesetzten Knights konnten diesen Aderlass gegen die aggressiven Osnabrückerinnen nur 90 Prozent der Spielzeit einigermaßen kompensieren, zumal auch "Teilzeitkraft" Tini Ishaque nach nur gut 8 Minuten Spielzeit aufgrund von Knieproblemen nicht mehr auf`s Feld zurückkehren konnte. So mussten die 6 verbliebenen Spielerinnen wieder einmal an ihre körperlichen Grenzen gehen, was in der Vergangenheit mehrfach positiv ausgegangen ist, heute jedoch nicht ausreichte, um die Gäste in Schach zu halten.

Das Spiel begann mit 2 Körben der Gäste durch die starken Elizabeth Belanger (22 Punkte) und Janina Wellers (11). für die Gastgeberinnen konterte Pointguard Susi Seel mit 2 Körben zum 4:4. Erin Bratchers ersten von 4 Dreiern brachte die Knights 11:8 (6.) in Front, aber Osnabrück schlug zurück und führte nach den ersten zehn Minuten 14:13.
Der zweite Abschnitt begann mit weiteren Punkten der Gäste, die ihre Führung bis zur 14. Minute auf 7 Punkte (15:22) ausbauen konnten doch dann kamen die Knights in Fahrt. Alise Karlsones Dreier läutete die beste Phase der Krofdorferinnen ein, Erin Bratcher von "Downtown" sowie wiederum Karlone mit 3-Punkt-Spiel, Susi Seel von der Freiwruflinie und wiederum ein 3er von Bratcher und in Minute 18 (28:22) war die Welt der Gastgeberinnen wieder zurecht gerückt. Leider versäumte man, die sich bietenden Fastbreak Möglichkeiten sauber auszuspielen und verlor ein ums andere Mal den Ball durch ungenaue Pässe in der Transition, was die Gäste wiederum für einfach Punkte ausnutzten. Beim Halbzeitstand von 32:28 war für beide Teams noch alles drin.

Zu Beginn von Teilabschnitt 3 dann das umgekehrte Bild. Die Zone der Titans stand jetzt wieder bombensicher und den Knights gelang es minutenlang nicht, den Ball in die Zone zu bringen. Mehrfach musste unter Zeitdruck unvorbereitet abgeschlossen werden, was die Gäste nach 36:30 Führung der Knights (22.) mit 12 Punkten in Serie beantworteten und sich wieder in Führung brachten (36:42, 25.). Wiederum gelang dem Heimteam, den Rückstand innerhalb kürzester Zeit in eine eigene 45:44 (27.) Führung zu verwandeln aber man merkte schon jetzt, dass die hohe physische Belastung gegen die mit 12 Spielerinnen angetretenen Gäste zu immer mehr Konzentrationsmängeln führte, die sich letztendlich in zu vielen Ballverlusten und einer dramatischen Unterlegenheit beim Rebound wiederspiegelte.

Beide Teams fighteten um jeden Ball aber trotz eigener 60:57 Führung (35.) waren die Knights stehend ko. Die Osnabrückerinnen zogen in den letzten Minuten immer wieder zum Korb, weil sie nun die Lufthoheit - die in Halbzeit 1 noch klar bei den Knights lag - hatten und sich erlauben konnten, auch zweite oder dritte Chancen auszunutzen. Besonders die erstligaerfahrene Janina Wellers, die zum Jahreswechsel von den GiroLive Panthers Osnabrück zum Lokalrivalen gewechselt war, riss nun das Kommando an sich und sorgte mit 7 Punkten zwischen Minute 37 und 40 für die Entscheidung zugunsten der Titans.
Zwar gelang Erin Bratcher das 63:65 gut eine Minute vor Ende der Partie, aber 2 weitere Ballverluste besiegelten eine nicht unverdiente Niederlage gegen glückliche Osnabrückerinnen.

"Es gibt so Spiele, da muss man einfach auch mal akzeptieren, dass die Kräfte nicht ausreichen und der Körper irgendwann sagt - jetzt will ich nicht mehr. Das war heute der Fall und dagegen gibt es auch kein taktisches Mittel", war Coach Uwe Scheidemann nach Spielende zwar vom Endergebnis enttäuscht, nicht aber von der Leistung seines Teams.
"Wir werden versuchen, uns in der kommenden Woche so zu regenerieren, dass wir am Sonntag im Finale um Platz 5 in Opladen körperlich wieder da sind."

Krofdorf Knights: Alise Karlsone (16 Punkte/12 Rebounds), Julia Ishaque (2), Tini Ishaque (2), Katha Quapil, Erin Bratcher (22/8), Chelsea Small (16/8) und Susi Seel (5).

  • Facebook
  • Instagram

© 2015 Krofdorf Knights