BACK TO LIFE

18.02.2018

Krofdorf Knights - TSV Towers Speyer-Schifferstadt  94:53 (52:32)

Als hätte es die vergangenen 4 Wochen nie gegeben, agierten die Knights von Beginn an druckvoll und präsentierten sich als spielstarke Einheit gegen einen Gegner, der aufgrund der Ergebnisse der letzten Wochen mit viel Selbstvertrauen nach Krofdorf reiste, der aber schnell erkennen musste, dass es heute aber auch gar nichts zu holen gab.  

 

Mit Kate Aizsila, die am Freitag erstmals nach 2 Wochen Pause wieder ein Training absolvieren konnte und Sarah Kuschel, die  Ihre dreiwöchige Klausurenphase letzten Donnerstag erfolgreich abschließen konnte, standen den Knights also wieder 8 Spielerinnen zu Verfügung. Und das wirkte sich auch positiv auf das Spiel der Knights aus. Allen Spielerinnen konnten - anders als in den letzten 4 Spielen - die notwendigen Verschnaufpausen gegönnt werden, ohne dass es zu einem Qualitätsverlust im Spiel der Gastgeberinnen kam.

Dass die Knights alle 4 Spielabschnitte mit 10 bzw. 11 Punkten für sich entscheiden konnten (25:15, 27:17, 20:9, 22:12) zeigt darüber hinaus eine durch-gehende konzentrierte Teamleistung, die in den letzten Spielen so schmerzlich vermisst wurde.

 

Das Spiel begann ohne Abtasten. Erster erfolgreicher Wurf der sehr guten Susi Seel, Speyer`s Kanadierin Verboom gleicht aus, dann rollt die Knights-Maschine an und binnen 3 Minuten sind die Gastgeberinnen nach 4 Punkten von Erin Bratcher, 3er von Kate Aizsila, Korbleger Chelsea Small und einem weiteren 3er von Susi Seel erstmals zweistellig in Front (14:2, 4.).

Speyer kann sich dann etwas frei spielen und zu eigenen Korbaktionen kommen. Annika Netter setzt sich zweimal gegen 2 Gegenspielerinnen durch, Marla Ruf trifft nach Offensivrebound und Sophie Weckström trifft den ersten ihrer vier 3er an diesem Nachmittag. Da die Knights jedoch bei jedem ihrer Angriffe ebenfalls punkten bleibt die Korbdifferenz bis zum Ende des ersten Viertels nahezu unverändert.

 

Sophie Weckström eröffnet den zweiten Spielabschnitt mit ihrem zweiten erfolgreichen Distanzwurf und bringt Speyer beim 25:18 (11.) wieder in die Partie aber Sarah Kuschel, Chelsea Small und Sina Flottmann von der Linie bauen die Führung der Knights wieder aus, die nach Susi Seel`s zweitem 3er Mitte des zweiten Viertels dann wieder 12 Punkte (35:23, 15.) beträgt.

Die Knights beindrucken sowohl durch variable Offensivaktionen als auch durch eine gute Defense, vor allem gegen die vermeindlichen "go to girls" Netter, Mocanu und Verboom, die sich meist mehr als einer Gegenspielerin erwehren müssen und überhaupt nicht in die Partie finden.

Alise Karlsone punktet von 6,75m und nach 2 erfolgreichen Angriffen der Gäste zweimal aus der Halbdistanz, gefolgt von einem Fastbreak, den Sarah Kuschel erfogreich abschließt (44:28, 19.). Speyer sucht sein Heil in Einzelaktionen, jetzt vor allem durch Jen Mocanu. Die Knights antworten mit systematischem Teambasketball, den Erin Bratcher in den letzten beiden Angriffen vor der Halbzeitsirene mit zwei erfolgreichen 3-Punkte Würfen krönt.

In der Pause gibt es aber ein Thema zu besprechen, dass noch nicht rund läuft. Die Reboundarbeit. Immer wieder gelingt es den Speyerer Brettspielerinnen eine Hand an den Offensivrebound zu bekommen und so lautet das Reboundverhältnis zur Halbzeit noch 18:17 für die Gäste.

Das ändert sich allerdings mit Wiederanpfiff, denn jetzt kontrollieren die Knights die Bretter. Vor allem Erin Bratcher angelt sich einen Defensivrebound nach dem Anderen und leitet so Fastbreak über Fastbreak ein. 15:0 Punkte erzielen die Knights in den ersten 7 Minuten des dritten Spielabschnitts ehe sich Philippa Faul endlich mal gegen die Knights-Defense durchsetzen kann und ein erstes Lebenszeichen des Gästeteams sendet. Nach Erin`s viertem erfolgreichen 3er (70:34, 28.) kann Speyer dann in den letzten beiden Minuten noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben (72:41, 30.).

 

Im letzten Spielabschnitt aber dann wieder das gewohnte Bild. Speyer will mit dem Kopf durch die Wand, findet aber in der aggressiven Knights-Defense kein Durchkommen. Jetzt ist die Zeit von Katha Quapil und Sarah Kuschel gekommen, die den Ball klug verteilen oder selbst zum Abschluß kommen. Nach 3 Minuten ist die Führung auf über fast 40 Punkte ausgebaut (82:43, 33.). Annika Netter versucht es wieder durch die Mitte und wird dabei zweimal unsanft gestoppt. 4 Punkte von der Linie sind das Ergebnis, dazu zwei weitere Zähler der Kanadierin Kathryn Verboom, die keinen guten Tag erwischt hat.

Auszeit Knights und der Appell an die Spielerinnen, die Partie nicht schon 3 Minuten vor dem eigentlichen Ende emotional zu beenden, fruchten. Chelsea Small und Sarah Kuschel mit jeweils 4 Punkten sowie Susi Seel legen noch einmal 10 Knights-Zähler nach und wiederum Sarah Kuschel ist es vorbehalten mit einem sehenswerten Kreisel durch alle Gegenspielerinnen die Zähler 93 und 94 für ihr Team zu besorgen.

Das Endergebnis von 94:53 gibt den Spielverlauf exakt wieder.

Die Knights haben sich am eigenen Schopf aus dem selbstverschuldeten Schlamassel der letzten Wochen herausgezogen. Um den negativen Eindruck der Rückrunde jedoch wieder umzukehren bedarf es 3 weiterer Auftritte ähnlichen Formats.

Krofdorf Knights: Alise Karlsone (11/1), Kate Aizsila (5/1), Sina Flottmann (3), Katha Quapil (6), Erin Bratcher (18/4), Chelsea Small (24), Sarah Kuschel (13) und Susi Seel (14/2).

TSV Towers Speyer-Schifferstadt: Bianca Helmig (2), Anja Jalalpoor, Kathryn Verboom (4), Marla Ruf (3), Sophie Weckström (12/4), Jen Mocanu (11), Yasminn Akele, Philippa Faul (6), Tasnimm Akele (4) und Annika Netter (11).

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